Frühlingstrends Massanzug

Es ist Frühling, die Welt erneuert sich in ihrem stets wieder verblüffenden Zyklus der Jahreszeiten – und in den Auslagen der Geschäfte hängt die neue Mode. Denn der Mensch, der sich nicht zu häuten braucht oder sein Winterfell abschütteln kann, hat offenbar das Bedürfnis, seine zweite Haut der neuen Saison anzupassen. Weniger betroffen von diesem Zirkus ist die klassische Männergarderobe – sie verändert sich gottlob nur langsam und in kleinen Details.

Plötzlich sich verändernde Saumlängen oder Silhouetten kennt die Menswear nicht. Das ist gut, denn so bleibt die Garderobe länger brauchbar. Und doch gibt es feine Unterschiede, die den Unterschied zwischen dem Outfit des Frühlings 2019 und dem des vorangegangenen Jahres ausmachen. Hier sind die wichtigsten Merkmale:

Neues im Anzug

Der Anzug gerät gegenüber freien Kombinationen aus Hose und Jackett etwas in die Defensive, denn der Smart-Casual-Style erobert auch die Teppichetagen. Dennoch bleibt ein dunkler Anzug mit guter Passform der beste Passepartout für den Businessman. Neue Stoffe, etwa Baumwolle oder Wolle-Leinen-Mischungen, geben der Klassik einen erfrischenden Dreh.

Alferano Massanzug Zürich
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Das smarte Jackett

Das Sakko (oder auch Blazer bzw. Veston, wie Sie gerne mögen) ist der Schlüssel zum neuen Look. Es hat in den letzten Jahren viel Ballast abgeschüttelt. Dank der leichteren Konstruktion und einer Teilfütterung sind sie leichter und bequemer zu tragen denn je. Auf Schulterpolster wird fast ganz verzichtet. Heute sind nicht mehr nur die lässigen Casual-Jacketts ungefüttert und kaum gepolstert, sondern auch die fürs Business. Bei den Mustern sind Checks hoch im Kurs. Die Oberflächenoptik der Stoffe ist lebendig, schmeichelnd und matt.

Die meisten Jacketts sind einreihig und haben zwei Schliessknöpfe. Wenn ein dritter Knopf da ist, sollte er offen und hinter dem rollenden Revers bleiben. Die Passform bleibt fitted, doch es braucht dazu weder Stretch noch formende Unterwäsche. Die Zeit der exzessiven Passform ist vorbei. Vergessen kann man auch die verkürzten Jäckchen – es darf wieder nach Männermode aussehen, nicht nach Konfirmanden. Ein Rückenschlitz ist gut, zwei sind besser. Spitzrevers sind genauso eine Option wie die neuen, kürzer geschnittenen Zweireiher.

Alferano Massanzug Zürich
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Hemd mit Schliff

Extrem enge Formen mit Taillen-Abnähern sind nicht mehr in Mode, ebenso Varianten aus Stoffen mit Stretch-Anteil. Die Stoffe sind so natürlich wie die Passform. Als Farben kommen Weiss und frisches Hellblau infrage, eine lässige Variante sind Leinen, Oxford-Optiken oder leichte Denim- und Chambray-Qualitäten. Die Kragenformen sind abhängig von der Postur des Trägers: Schmale Herren tragen gespreizte Haifischkragen, robustere Kerle spitze Kent-Kragen – und die dazwischen etwas dazwischen. Die sehr hohen Hemdkragen sind passé.

Masshemd Alferano Zürich
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Kurz und knapp

Die extrem tief auf der Hüfte sitzende Herrenhose ist vorbei – sie stand den meisten Männern ohnehin nicht gut. Die Hose sitzt nun besser wieder dort, wo sie hingehört: Knapp unterhalb der natürlich Taille (wenn Sie denn noch eine haben). Die gängigen Weiten bzw. Silhouetten sind immer noch slim und flat front, also schmal und ohne Bundfalten – Kenner wagen sich aber bereits wieder an Bundfalten heran, die etwas mehr Leibweite und Komfort bieten. Die Hosenlänge bleibt relativ kurz: Der Saum liegt hinten in der Mitte der Ferse, nicht tiefer. Vorne darf die Bügelfalte leicht brechen, aber keine Handorgel-Falten bilden.

Jeroen van Rooijen
Beitrag von Jeroen van Rooijen, Stilexperte und Autor

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